Toller Geburtstag für Alina Kashlinskaya

(Thomas Marschner)

Während die Schwäbisch Haller Schachdamen sich in der Frauenbundesliga mühten, feierte Alina Kashlinskaya gemeinsam mit ihrem Mann Radek Wojtaszek einen der größten Erfolge ihrer bisherigen Schachkarriere. Bei den superstark besetzten Isle-of-Man-Open gewann sie mit 6/9 Punkten den mit 7000 Pfund dotierten Frauenpreis und holte sich gleichzeitig ihre erste Norm für den Männer-Großmeistertitel, und das gleich mit einer „Übererfüllung“ um über 100 Elopunkte. Gleichzeitig sicherte sich Radek Wojtaszek mit 7/9 Punkten zunächst das (mit Arkadij Naiditsch) geteilte Hauptpreisgeld, und das alles ausgerechnet noch an Alinas 25. Geburtstag. Am Abend schlug er Naiditsch im Stichkampf in der sogenannten Armageddon-Partie und holte sich den Turniersieg. Noch beeindruckender als das reine Ergebnis waren Alinas Partien in dem Turnier. Zunächst spielte sie in den ersten beiden Runden jeweils Remis gegen den Weltranglisten-Sechsten Anish Giri und Exweltmeister Vladimir Kramnik, der einst Garry Kasparov den Weltmeistertitel abgenommen hatte (gegen Kramink stand sie sogar auf Gewinn). Nach weiteren guten Ergebnissen in den darauffolgenden Runden bei nur einer Niederlage drehte sie in den letzten beiden Runden richtig auf: gegen die beiden 2600er Großmeister Rinat Jumabayev und Samuel Sevian gewann sie zwei absolute Glanzpartien. Unten kann man die beiden Partien und die Partien gegen Giri und Kramnik nachspielen. Ein Blick auf die Abschlusstabelle zeigt, wen Alina alles hinter sich ließ: da stehen Namen wie Aronian, So, Adams und Gelfand.

Schachausflug zur Schacholympiade in Georgien

(von Thomas Marschner)

Anfang Oktober machte sich die Mannschaftsleitung der Schwäbisch Haller Damenmannschaft (Gregor Krenedics, Mario Meinel, Thomas Marschner, Volker Schwindowski) verstärkt um die Stuttgarter Claus Seyfried (Pressereferent des SVW) und Harald Keilhack zur Schacholympiade ins georgische Batumi am Schwarzen Meer unweit von der türkischen Grenze auf.weiterlesen…

P. Michaliks Erfolg bei den Europameisterschaften im Blitz

Noch vor einer Woche war er „Peter der Kranke“. Beim Bundesligawochenende in Hall laborierte Peter Michalik an einer fiebrigen Erkältung, was ihn nicht daran hinderte, zwei Remisen gegen starke Gegnerschaft einzufahren. Nun, wenige Tage später, scheint er seine beste Wettkampfform bereits wiedergefunden zu haben.

Bei der Europameisterschaft im Blitzschach, die vor wenigen Tagen im polnischen Kattowitz ausgetragen wurde, schaffte es unser Peter aufs Treppchen – Peter der Große! Punktgleich mit dem Silbergewinner Luke McShane kam er auf 17,5 Punkten aus 22 Blitzpartien. Der Engländer behielt nach Unterwertung hauchdünn die Oberhand. Nur ein Spieler schaffte 18 Punkte und wurde damit Europameister: der Weißrusse Sergei Zhigalko.

Über 1000 Spieler gingen an den Start, darunter vor allem sehr viele polnische Spieler, auch Kinder ohne Wertungszahl mischten mit. Doch auch die Spitze war durchaus beeindruckend besetzt: rund 150 Titelträger, darunter 5 Spieler mit einer Elo über 2700.

Peter war auf Platz 22 gesetzt und mischte immer vorne mit – leider verlor er in der allerletzten Runde, sonst hätte er sogar noch den Titel holen können!

Während zwischen den Tagen in Saudi-Arabien die Weltmeisterschaft im Blitzschach stattfindet und die komplette Weltspitze, Magnus Carlsen inklusive, anzieht, gab es bei der Euro vergleichsweise wenig Geld zu holen. So oder so, Peter wird sich über den großartigen Erfolg vor fantastischer Kulisse gefreut haben sowie über die 800 € Preisgeld!

(von Frank Zeller)

DFMM in Braunfels am kommenden Wochenende

Wie jedes Jahr über Fronleichnam findet am kommenden verlängerten Wochenende wieder die deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände im mittelhessischen Braunfels statt. Die württembergische Mannschaft geht mit gleich 5 Schwäbisch Haller Spielerinnen an den Start, darunter 4 deutschen Meisterinnen. Berichte soll es auf der Webseite des Autors sowie beim württembergischen Schachverband geben. Hier gibt es schon einen kurzen Vorbericht.

Maxim Matlakov ist Europameister

Nach Ernesto Inarkiev im letzten Jahr hat Schwäbisch Hall auch dieses Jahr einen Europameister: in einem spannenden Finale gewann Maxim Matlakov, seit der vergangenen Saison für das Haller Bundesligateam im Einsatz, die Europameisterschaft in Minsk. Durch ein Remis in der letzten Runde gegen den Georgier Baadur Jobava lag er mit 8,5 aus 11 nach Wertung vor den punktgleichen Jobava und dem Russen Vladimir Fedoseev. Ein tolles Ergebnis erreichten die deutschen Spieler: Daniel Fridman wurde Vierter, und auch Matthias Bluebaum als 12. und Vitaly Kunin als 14. qualifizierten sich für den nächsten Weltcup. Dabei gewann Bluebaum in der letzten Runde gegen Arkadij Naiditsch.

Stadtmeisterschaft am kommenden Samstag

Am kommenden Samstag, dem 10. Juni 2017 findet die diesjährige Schwäbisch Haller Stadtmeisterschaft statt. Zum zweiten Mal wird das Turnier als offenes Schnellschachturnier ausgetragen. Die Bedenkzeit beträgt 15 Minuten pro Spieler und Partie, Start ist um 13:00 im Haus der Vereine. Je nach Teilnehmerzahl werden ein Rundenturnier oder 7 Runden Schweizer System gespielt.