Problemschach

Eine Schachkomposition ist eine ersonnene Aufgabe. Gewöhnlich besteht sie aus einer Schachstellung, einer Forderung (zum Beispiel „Weiß zieht und gewinnt“) und der Lösung der Aufgabe. Falls nicht anders angegeben, richtet sich die Forderung an Weiß, der auch am Zuge ist (Hilfsmattaufgaben ausgenommen). In „orthodoxen“ Problemen gelten die üblichen Schachregeln. In michtorthodoxen Problemen, dem sogenannten Märchenschach, werden dagegen neue Figuren und Gangarten erfunden.

Die Wurzeln dieser häufig auch als Problemschach bezeichneten Form der Beschäftigung mit Schach reichen bis zu den Anfängen des Schachspiels zurück. Die Schachkomposition hat sich in den letzten 150 Jahren durch Spezialisierung weitgehend verselbständigt. Mitunter wird von Kunstschach gesprochen, um ihre ästhetische Seite zu unterstreichen.