Schwere Auftakthürde für Schwäbisch Haller Schachdamen

An diesem Wochenende beginnt die neue Saison in der Schach-Frauenbundesliga, in der die Damen des SK Schwäbisch Hall einen neuen Angriff auf die deutsche Meisterschaft starten wollen. Meisterschaftsfavorit ist wie jede Saison die OSG Baden-Baden, die in unveränderter Besetzung an den Start geht. Die Haller Damen haben sich mit der Weltklassespielerin Kateryna Lagno aus Russland verstärkt, aktuell liegt sie auf Platz 3 der Weltrangliste. Ansonsten gibt es in der Mannschaft keine Änderungen. Gerade die georgischen Spitzenspielerinnen Lela Javakhishvili und Nino Batsiashvili gehen mit dem Rückenwind der Bronzemedaille bei der Heim-Olympiade in die Saison.

Dazu herrscht im Verein nach der Neuwahl des Vorstands endlich wieder Ruhe, und die Mitglieder und Freunde des SK Schwäbisch Hall können sich auf das rein Sportliche konzentrieren und sich auf eine spannende Saison freuen. Auch eine Saisonbroschüre hat der Schachklub wieder herausgegeben, sie ist an vielen Stellen in Schwäbisch Hall erhältlich und kann auch auf der Vereinswebseite hier heruntergeladen werden.

Gibt es wieder so ein spanndes Meisterschaftsfinale wie in der Vorsaison?

Gleich in der ersten Runde wartet eine schwere Aufgabe auf den Vizemeister: in Deizisau geht es gegen den Hamburger SK, der in der letzten Runde Vierter wurde und mit fast der kompletten deutschen Nationalmannschaft an den Start geht. Gleich drei Hamburger Spielerinnen waren bei der kürzlich zu Ende gegangenen Schacholympiade im georgischen Batumi für Deutschland dabei. Noch dazu stellt sich die Haller Mannschaft quasi von selber auf, da viele Spielerinnen bei den zeitgleich stattfindenden Isle-of-Man-Open spielen, die das stärkste offene Turnier des Jahres sind und dementsprechend hohe Preisgelder gerade auch für die teilnehmenden Frauen ausloben. Dort ließ übrigens gleich in den ersten beiden Runden Alina Kashlinskaya aufhorchen, als sie zunächst ein Remis gegen Anish Giri, aktuelle Nummer 6 der Männer-Weltrangliste, erreichte und eine Runde später Exweltmeister Vladimir Kramnik, der einst Garry Kasparov als Weltmeister entthronte, gerade so ins Remis entkommen ließ, und das mit den schwarzen Steinen. Sogar der immer optimistische Kramnik war hinterher der Meinung, einfach nur auf Verlust gestanden zu haben.

Die Spiele gegen Hamburg waren in den letzten Jahren immer knapp, und gerade aufgrund der Haller Aufstellungssorgen wird das dieses Mal auch nicht anders sein. Tags drauf geht es in der 2. Runde gegen den Aufsteiger Harksheide aus Norderstedt. Dort ist man klarer Favorit, alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Sensation.

Da es diesmal nur eine Heimrunde in Schwäbisch Hall gibt (sie findet am 8./9. Februar 2019 im Optima-Sportpark statt), ist das Gastspiel beim Reisepartner aus Deizisau die einzige weitere Möglichkeit, die Schwäbisch Haller Damen live in der Region zu sehen, die anderen Reisen gehen diese Saison nach München und zweimal nach Berlin.

Gespielt wird am Samstag ab 14:00 und am Sonntag ab 09:00 in der Gemeindehalle, Altbacher Str. 5 in 73779 Deizisau. Hier der Link zum Ergebnisdienst der Frauenbundesliga. Alle Infos zur Damenmannschaft gibt es übrigens hier. Letzte Neuigkeit: unter www.sf-deizisau.de ist auch eine Liveübertragung der Partien geplant.

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